Hey,
nachdem ich zwei Jahre mich vegan ernährt habe,
esse ich seit einem halben Jahr wieder überwiegend vegetarisch.
Nach wie vor finde ich die vegane Lebensweise erstrebenswert,
hab es persönlich aber nicht mehr geschafft, da ich aus gesundheitlichen Gründen
auf Soja und Weizen verzichten muss,
und damit viele vegane Alternativen für mich wegfallen.
Für mich bedeutet es schon viel Verzicht und Aufwand mich weizenfrei zu ernähren,
das die vegane Erährung zur Belastung wurde.
Ausserdem hatte ich zunehmend Probleme mit der Verdauung, die ich erst durch regelmässigen Konsum von Quark wieder in den Griff bekommen habe...
Mich freut, was sich die letzten Jahre
auf dem Gebiet "fleischlose Ernährung"getan hat,
das man überall was zu dem Thema liest, es so präsent geworden ist
und immer mehr
Menschen sich darüber Gedanken machen,
wo ihr Essen eigentlich herkommt -
es findet immer mehr ein Umdenken statt!
Was mich allerdings traurig macht,
ist der scheinbar ausgebrochene "Kampf" mancher Veganern gegen Vegetarier!
Bereits als Veganer ging es mir gegen den Strich, wenn ich mitbekommen habe,
das andere Veganer auf Vegetarier herabblickten.
Da heisst es dann "auch Vegetarier sind zum veganen Stammtisch herzlich willkommen",
aber es wird getuschelt und es fallen Sprüche,
mit denen sich ein Vegetarier nicht willkommen fühlen kann,
und auch nicht mehr wieder kommt...
Und inzwischen wird es immer extremer:
Man bekommt das Gefühl vermittelt,
sich als "nur" Vegetarier schämen zu müssen...
Selbst in Gruppen auf FB oder in Foren die "vegetarisch"
im Namen/der Bezeichnung tragen, kann man sich nicht mehr wohl fühlen,
da Veganer dort die Vegetarier nur noch zu "dulden" scheinen.
(und das eigentlich auch nur, solange der Vegetarier nichts "vegetarisches" von sich gibt, sonst wird er angegriffen...)
Ja neuerdings tauchen da sogar Parolen auf
wie "Vegetarier sind Tiermörder, die kein Fleisch essen!"
Hallo? Gehts noch?
Jeder ist anders, hat andere Lebensumstände, und ich habe kein Recht über andere zu urteilen
(das gilt übrigens für alle Lebensbereiche)
Ich würde einen "Omni" niemals "Mörder" nennen,
auch wenn ich selbst es abscheulich finde, Tiere zu töten und zu essen!!!
Und ja, ich freue mich sogar darüber, wenn ein Omni für sich entscheidet nicht
mehr täglich Fleisch zu essen! (auch wenn ich den Begriff "Flexitarier" albern finde)
Total abstrus finde ich es aber, zu behaupten, ein Vegetarier könne auch gleich wieder Fleisch essen,
weil es am Ende aufs gleiche raus kommt, solang er nicht 100% vegan lebt...
Nein, es gibt nicht (immer) nur schwarz und weiss!!!
So, "just my two cents" - zu dem Thema...
lag mir schon ne Weile auf dem Herzen...
Liebe Grüße, Eure Jessi
*schaut auch mal auf meinem anderen Blog vorbei: BeCurvy, behappy*




